Agnes Obel

Mit „Philharmonics“ gelang Obel 2010 der internationale Durchbruch, gefolgt von „Aventine“ (2013), dem experimentelleren „Citizen of Glass“ (2016) und „Myopia“ (2020). Dabei behielt die klassisch ausgebildete Pianistin stets bemerkenswert viel Kontrolle über ihre musikalische Welt: Ihre Alben entstanden größtenteils in Eigenregie, von Komposition und Arrangement bis hin zu Aufnahme und Produktion. Spätestens mit „Citizen of Glass“, auf dem elektronische Elemente, Stimmverfremdungen und sogar das historische Trautonium ihren Weg in Obels Musik fanden, etablierte sie sich endgültig als eine der eigenständigsten Künstlerinnen zwischen Alternative, Neo-Klassik und Pop. Auch jenseits ihrer Alben haben ihre atmosphärischen Kompositionen längst ein Eigenleben entwickelt und waren unter anderem in Filmproduktionen wie „The Last of Us“, „True Detective“ und „Big Little Lies“ zu hören.
Am 18. September erscheint nun mit „The Meaning of Flowers“ Obels erstes Studioalbum seit sechs Jahren. Die zwölf Stücke schrieb, arrangierte, produzierte und nahm sie erneut in ihrem eigenen Berliner Studio auf. Ausgangspunkt ist eine tiefgreifende persönliche Veränderung: die Geburt ihres ersten Kindes und die damit verbundene Erfahrung von Neubeginn, Verbundenheit und Metamorphose. Inspirationsquellen reichen von den Gedichten Enheduannas, der ersten namentlich bekannten Autorin der Geschichte, über Hannah Arendts Konzept der Natalität und die Gedanken des Philosophen Emanuele Coccia bis zum dänischen Pop der 80er- und 90er-Jahre. Klavier, Synthesizer und Samples treffen dabei auf Streicher, Flöte, Saxofon, Harmonium und weitere organische Klangfarben – ein vielschichtiger musikalischer Kosmos, der Obels unverwechselbare Handschrift weiter öffnet.
Wie eindringlich diese Musik im Konzertsaal wirken kann, zeigte sich spätestens bei Obels Rückkehr auf die Bühne 2025, zu der auch ein Auftritt in der Londoner Royal Albert Hall gehörte. Nach weiteren Shows im Sommer 2026 führt sie ihre Live-Reise 2027 fort. Gerade die ausgewählten Konzertsäle bieten dabei den passenden Rahmen für eine Musik, die von feinen Details, Stille und Dynamik lebt. Zwischen Klavier, Stimme, Streichern und elektronischen Klangschichten können sich Obels Stücke hier in ihrer ganzen Tiefe entfalten – und aus einem Konzert einen Abend machen, an dem die Außenwelt für einige Stunden erstaunlich weit entfernt scheint.
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Diese Woche in Stuttgart
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Gut zu wissen zur Liederhalle Stuttgart
Die Liederhalle befindet sich am Berliner Platz 1–3, 70174 Stuttgart. Zu den wichtigsten Veranstaltungsräumen gehören der Beethoven-Saal, Hegel-Saal, Mozart-Saal, Schiller-Saal und Silcher-Saal. Dadurch können sowohl große Konzerte und Shows als auch kleinere Veranstaltungen, Vorträge und Kongresse stattfinden.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Die Liederhalle liegt zentral in Stuttgart. Stadtbahn- und Bushaltestellen befinden sich direkt am Berliner Platz. Die nächste S-Bahn-Station ist etwa fünf Gehminuten entfernt, vom Stuttgarter Hauptbahnhof sind es rund 15 Minuten zu Fuß.
Parken
Durch die Innenstadtlage befinden sich mehrere öffentliche Parkmöglichkeiten und Tiefgaragen im Umfeld der Liederhalle. Bei größeren Veranstaltungen empfiehlt sich aufgrund der zentralen Lage und der guten Anbindung die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Barrierefreiheit
Die Liederhalle ist barrierefrei zugänglich. Die Eingangstüren sind schwellenlos und ausreichend breit für Rollstuhlfahrer. Mehrere barrieregerechte Aufzüge ermöglichen den Wechsel zwischen den Ebenen. Barrierefreie Toiletten befinden sich in allen Foyers. Die konkreten Rollstuhlplätze und Ticketbedingungen können je nach Veranstaltung und genutztem Saal variieren.
Besonderheit
Die Liederhalle verbindet unterschiedliche Architekturepochen. Der denkmalgeschützte Konzertbereich mit dem Beethoven-Saal stammt aus den 1950er-Jahren, während der Kongressbereich später ergänzt wurde. Besonders der Beethoven-Saal genießt aufgrund seiner Akustik einen internationalen Ruf und wurde neben klassischen Konzerten auch von zahlreichen bekannten Künstlern aus Pop und Rock genutzt.
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