Bogdan Božović spielt Tschaikowsky

Bogdan Božović spielt Tschaikowsky
Teil 1:
Wolfgang Amadeus Mozart – Ouvertüre zur Oper «Die Zauberflöte» KV 620
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky – Konzert für Violine und Orchester D-Dur, op. 35
Teil 2: Ludwig van Beethoven – Sinfonie Nr. 5 c-Moll, op. 67
Das aktuelle Saisonthema «Natur» nimmt Beethovens Sinfonie Nr. 6, die «Pastorale», als Ausgangspunkt. Im Sinne von Beethovens dualer Werkkonzeption – die Mehrzahl seiner Sinfonien verstand er jeweils als Werkpaare – ist es nur folgerichtig, dass auch das Pendent zur Sechsten erklingt. Im Gegensatz zur «Pastorale» mit ihren weiten, erhabenen Klangflächen lebt die Fünfte von konsequentester Verdichtung. Dort programmatische Naturmalerei, hier eine Heroik wie aus dem Sturm und Drang. Wenn im vierten Satz der Durchbruch ins strahlende C-Dur gelingt, darf es ruhig einmal lärmen – nicht zufällig setzt hier Beethoven zum ersten Mal in seinem sinfonischen Werk Posaunen ein. Nicht minder berühmt ist das Konzertstück des Abends, Tschaikowskys Violinkonzert. Mit seinen beiden ausgesprochen lyrischen Themen erinnert der erste Satz eher an die «Pastorale» als an Beethovens Fünfte. Doch der Ausbruch aus dem langsamen Walzer der «Canzonetta» in die Virtuosität des Finales steht dem der fünften Sinfonie in nichts nach. Christoph Koncz eröffnet diesen temporeichen Konzertabend mit der Ouvertüreaus Mozarts «Zauberflöte». Sie ist übrigens dessen einzige Instrumentalkomposition mit Posaunen – freilich stehen sie hier ganz im Zeichen der würdevollen Tempelszenen der Oper.
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