Gendermedizin, Rheuma und was wir verändern können

Das Event beleuchtet geschlechtsspezifische Forschung und Versorgung rheumatischer Erkrankungen, die Frauen deutlich häufiger betreffen.
«Anders krank, anders behandelt?»
Warum sind bestimmte rheumatische Erkrankungen bei Frauen deutlich häufiger? Warum werden manche Erkrankungen später erkannt? Und welche Rolle spielen Geschlecht und Gender bei Forschung, Diagnose und Behandlung?
Rheuma macht diese Fragen besonders sichtbar: Frauen erkranken beispielsweise etwa dreimal häufiger an rheumatoider Arthritis und bis zu neunmal häufiger an Fibromyalgie als Männer. Gleichzeitig sind viele Zusammenhänge noch nicht ausreichend erforscht – und für Betroffene ist der Weg zur richtigen Diagnose und wirksamen Behandlung nicht immer einfach.
An diesem Abend schauen wir genauer hin: Was wissen wir bereits? Wo bestehen Lücken? Und was können wir verändern?
Zwei Perspektiven, ein gemeinsames Thema
Mit Dr. Judith Safford und Anita Oswald bringen wir zwei unterschiedliche Perspektiven zusammen.
Dr. Judith Safford ist Ökonomin, ehemalige Leiterin des nationalen Registers für rheumatische Erkrankungen und Mitgründerin der RheumaCura Foundation. Heute arbeitet sie selbstständig als Patientenvertreterin unter anderem für den Schweizerischen Nationalfonds (SNSF), die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) und die Swiss Clinical Trial Organisation.
Als langjähriges Mitglied des BPW Club Bern und der Arbeitsgruppe Gendermedizin von BPW Switzerland beschäftigt sie sich intensiv mit geschlechtsspezifischer Versorgung und Forschung – mit besonderem Fokus auf rheumatische und muskuloskelettale Erkrankungen.
«Geschlechtsspezifische Versorgung und Forschung sind entscheidend, wenn wir medizinische Erkenntnisse und Behandlungsmöglichkeiten für alle Menschen verbessern wollen.» Dr. Judith Safford
Anita Oswald ist Geschäftsleiterin der Rheumaliga beider Basel. In den vergangenen drei Jahren hat sie die Organisation durch eine herausfordernde Phase geführt und zu einer präsenten und nachhaltig aufgestellten Organisation weiterentwickelt. Gleichzeitig engagiert sie sich im Betroffenenrat der Rheumaliga Schweiz.
Ihre Perspektive bringt die Erfahrungen und Anliegen von Menschen mit rheumatischen Erkrankungen direkt in die Diskussion ein.
Mehr als ein Abend über Rheuma.
Rheuma ist der Ausgangspunkt – Gendermedizin ist das grössere Thema.
Denn geschlechtsspezifische Unterschiede können viele Bereiche der Medizin betreffen: von Symptomen und Krankheitsverläufen über Diagnostik und Therapie bis hin zur Frage, welche Patientinnen und Patienten in klinischen Studien überhaupt ausreichend berücksichtigt werden.
Mit diesem Anlass setzt BPW Basel einen ersten Schwerpunkt. Weitere Veranstaltungen rund um Gendermedizin sind geplant. Wir wollen Wissen zugänglich machen, unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und gemeinsam darüber diskutieren, wo Veränderung möglich ist.
Sei dabei
Freue dich auf einen Abend mit fachlichen Impulsen, persönlichen Erfahrungen und offenem Austausch – und auf die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die im medizinischen Alltag oft zu wenig Raum bekommen.
Nimm dir Zeit für ein Thema, das deine eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer Frauen betreffen kann.
Dieses Event hat bereits stattgefunden. Keine Sorge – wir haben die nächsten Highlights für dich!
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