The Halo Effect

Die schwedischen Melodic Death Allstars The Halo Effect haben mit den Alben „Days Of The Lost“ (2022) und „March Of The Unheard“ (2025) die Szene ganz gehörig aufgemischt. Nun kommen sie als Leader eines erstklassigen Packages zu uns ins Z7. Als Special Guests bringen sie die italienischen Heavy-Goth-Alternative-Metaller Lacuna Coil und die finnische Melodeath-Kombo Omnium Gatherum nach Pratteln.
Im Jahr 2029 als Spassprojekt unter Freunden gestartet, sind The Halo Effect innert kürzester Zeit zu einer der beliebtesten Bands im Melodic-Death-Genre geworden. Vor der Gründung des Quintetts waren die Musiker bereits in angesagten Bands wie In Flames oder Dark Tranquility unterwegs und spielten eine Schlüsselrolle bei der Etablierung der legendären „Göteborger Schule“ in den 90er Jahren. Mit The Halo Effect wollten die Musiker laut Sänger Mikael Stanne „nichts Neues erfinden. Wir wollten einfach unsere eigenen Stärken ausspielen und Musik schaffen, die sich gut anfühlt.“ Aus der Umsetzung dieses Vorhabens ging 2021 die Single „Shadowminds“ hervor. Die Streams schnellten in Millionenhöhe. Das folgende Debütalbum „Days Of The Lost“ wurde 2022 für einen schwedischen Grammy nominiert und auf Touren mit Kollegen wie Machine Head, Amon Amarth oder Meshuggah promotet. Ausserdem gewannen sie 2024 den Metal Hammer Award in der Kategorie „Rising Stars“. Der Aufstieg der All-Star-Band war rasant. „Ich mochte an unserem ersten Album, dass alles wieder ganz neu war“, sagt Sänger Mikael Stanne, der zuvor viele Jahre mit den Melodeath-Vorreitern Dark Tranquillity unterwegs war. „Wir wussten nicht genau, was wir machen wollten. Es war einfach nur ein grosser Spass. Aber dann muss man plötzlich einen Nachfolger zu einem Album produzieren, das in Schweden vom grössten Fachmagazin zum Album des Jahres gekürt wurde. Da fragt man sich: OK, wie machen wir das jetzt?“ Die Lösung war schnell gefunden, sowohl den Wurzeln treu bleiben als auch die eigenen Visionen erweitern. So ist „March Of The Unheard“ ein triumphaler Nachfolger geworden, der alles enthält, was dem Erstling zum schnellen Durchbruch verhalf. Songs wie „Detonate“ und „What We Become“ tragen die Merkmale des Göteborger Sounds, mit schneidenden Gitarrenriffs, energetischem Schlagzeug und Mitsing-Refrains, die Generationen von Metalheads süchtig gemacht haben. Andere Highlights bauen auf diesen mitreissenden Grundlagen auf und gehen dann noch einen Schritt weiter. „Between Directions“ zum Beispiel fügt orchestrale Streicher hinzu, die perfekt in das energiegeladene Repertoire von The Halo Effect passen. Proggige Synthesizer wackeln zu Beginn des Openers „Conspire To Deceive“, „Our Channel To The Darkness“ explodiert von nachdenklichen Akustikgitarren zum fetten Metalgewitter und mit dem Instrumental „Coda“ findet das Album einen choralen und symphonischen Abschluss. „March Of The Unheard“ ist nicht nur ein weiteres Meisterwerk des Göteborger Melodeath; es zeigt, dass die Musiker auch 30 Jahre nach dem Durchbruch des Genres, haufenweise frische Ideen haben, um diese Art von Musik stetig weiterzubringen.
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