Im Spannungsfeld unlösbarer gesellschaftlicher Konflikte

Dr. Renate Daniel reflektiert, wie aus Verdammung konstruktive Kritik wird und Gegner sich respektieren können.
Im Vortrag der Volkshochschule eine Reflexion über Polarisierung, Feindbilder und das Fremde
Wir leben derzeit inmitten von nahezu unversöhnlichen Welt- und Feindbildern, vergifteten Debatten, kollektiver Verzweiflung, Verrohung und Rachebedürfnissen. Das kann beängstigen und verstören; Ratlosigkeit und Ohnmachtsgefühle können die Folge sein. Vielen fällt der Verzicht auf ein Freund-Feind-Denken schwer, weil es Halt, Orientierung und Zugehörigkeit ermöglicht in einer unübersichtlichen, häufig kalt erscheinenden Welt.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob und was Einzelne sowie Institutionen beitragen können, damit aus Verdammung konstruktive Kritik werden kann, verbitterte Feinde zumindest auf Vernichtungsimpulse verzichten oder sich sogar als Gegner respektieren können.
Dr. Renate Daniel, Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Dozentin, Lehranalytikerin, Supervisorin und Präsidentin des Stiftungsrats am C. G. Jung-Institut Zürich. Mitglied der wissenschaftlichen Leitung der internationalen Gesellschaft für Tiefenpsychologie (igt), Lindau.
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