Hubert von Goisern

Nach drei Jahren Bühnenpause: Hubert von Goisern kündigt Tour 2027 an – ein offenes musikalisches Feld zwischen Ausblicken und Rückblicken. Laut und leise.
"Zu laut? Wirklich? Ich mach mir darüber keine Gedanken. Mich interessiert eher, wo diese Grenze beim Publikum liegt."
"Ich geh in jedes Konzert mit einer Neugier hinein, was an dem Abend überhaupt passiert – mindestens so neugierig wie das Publikum."
Wenn Hubert von Goisern 2027 wieder auf Tour geht, werden drei Jahre vergangen sein, seit er zuletzt im Konzertformat vor Publikum gestanden ist. Still war er in dieser Zeit allerdings nie.
Im Rahmen der Kulturhauptstadt 2024 war Goisern einen ganzen Sommer lang auf der Straße unterwegs – mit spontanen, kurzfristig angekündigten Konzerten, mit wechselnden Gästen und Besetzungen. Musikalische Begegnungen, die sich jeder Planung entzogen. Die Straße schuf Nähe und eröffnete eine neue künstlerische Freiheit.
"Ich war nie weg. Ich war draußen, auf der Straße, hab gespielt – mit wem es sich ergeben hat. Ich hab Leute eingeladen, wer Zeit gehabt hat, war dabei. Mit ständig wechselnden Situationen umgehen zu lernen, war Herausforderung und Bereicherung zugleich. Wir haben rund 50 Konzerte gespielt. Das war kein Urlaub – es war besser als Urlaub."
Vieles von dem, was 2024 entstanden ist, wird weiterwirken – nicht als Konzept, sondern als Haltung.
Hubert von Goisern war immer ein Künstler, der sich dem Erwartbaren entzogen hat. Seine Musik bewegt sich zwischen Tradition und Innovation, zwischen leisen Momenten und radikalen Brüchen. Sein Stil war nie statisch – sondern immer im Fluss.
"Eigentlich bin ich schon jemand, der sich auf alles genau vorbereitet. Aber da ging’s ums Experimentieren, ums Sich-Überraschen-Lassen. Der Reiz liegt für mich im Zusammenspiel, darin, Dinge zu verbinden, die vielleicht gar nicht zusammengehören. Ich hab mich nie wiederholt – warum sollte ich jetzt damit anfangen?"
Die neue Tour wird genau dort ansetzen: nicht als Reproduktion bestehender Programme, sondern als offenes musikalisches Feld, in dem sich Dinge entwickeln dürfen. Laut und leise – auch als unterschiedliche musikalische Zugänge, die sich durch die Tour ziehen werden.
"Ich weiß, dass sich manche freuen würden, wenn ich einfach nur vertraute Lieder spielen würde. Aber ich habe genug damit zu tun, meine eigenen Erwartungen zu erfüllen. Außerdem gibt es auch jene, die enttäuscht wären, fiele mir nichts Neues ein."
Die Zeit als leiser Begleiter
"Heast as nit, wia die Zeit vergeht …?"
Gibt es etwas Vergänglicheres als die Musik?
Sie ist so flüchtig wie die Zeit selbst.
Ohren auf und hinhören
Nützliche Informationen zum Veranstaltungsort Festspielhaus Bregenz
Gut zu wissen zum Festspielhaus Bregenz
Das Festspielhaus Bregenz liegt direkt am Bodensee und ist Teil des Festspielgeländes rund um die Seebühne. Im Haus befinden sich mehrere Veranstaltungsbereiche, darunter der Große Saal, das Seestudio und die Werkstattbühne.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Der Bahnhof Bregenz liegt nur etwa zehn Gehminuten vom Festspielhaus entfernt. Dadurch ist die Anreise mit Bahn und Bus unkompliziert möglich.
Parken & Fahrrad
Rund um das Festspielhaus stehen öffentliche, gebührenpflichtige Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Weitere größere Parkplätze befinden sich in Bregenz in fußläufiger Entfernung. Bei der Anfahrt kannst du dich am städtischen Parkleitsystem orientieren.
Für Fahrräder gibt es rund um das Festspielgelände gekennzeichnete Abstellmöglichkeiten.
Barrierefreiheit
Das Festspielhaus ist barrierefrei zugänglich. Im Gebäude gibt es Aufzüge, barrierefreie Toiletten und ein taktiles Leitsystem im Foyer. Im Großen Saal sind außerdem Rollstuhlplätze vorhanden.
Behindertenparkplätze befinden sich beim Parkplatz Ost, rund 200 Meter vom Haupteingang entfernt. Eine direkte Zufahrt bis zum Haupteingang ist nicht möglich.
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